Westig: "Der Wolfsbestand muss aktiv kontrolliert werden"

In dieser Woche ist ein Schaf aus einer Herde in Much einem Wolf zum Opfer gefallen. Ein Mutterschaf der vom Aussterben bedrohten Skudden war in der Nacht vom Wolf verschleppt und von den Hobbytierhaltern verendet aufgefunden worden. Die Halter beklagen nicht nur den Verlust ihres Tieres, sondern auch die mangelhafte Informationspolitik. Denn ihnen war nicht bekannt, dass es bereits im Juli im benachbarten Engelskirchen Wolfsrisse gegeben hatte.

 

Die FDP im Rhein-Sieg-Kreis sieht deshalb Handlungsbedarf. Nicole Westig, Bundestagsabgeordnete und FDP-Kreisvorsitzende erklärt: "Derzeit kann sich der Wolf unkontrolliert vermehren. Dadurch entstehen große Schäden an den übrigen Wildbeständen und in der Weidetierhaltung. Wir Freien Demokraten fordern, dass Wölfe wie andere Wildtierarten auch im Bestand kontrolliert werden müssen. Diese Bestandsregulierung sollte den Jägern überlassen werden, die im Umgang mit Wildtieren und Jagdwaffen fachkundig ausgebildet sind. Um den Wolfsbestand aktiv zu kontrollieren, haben wir jetzt einen eigenen Gesetzentwurf zum Wolfsmanagement eingebracht, der u.a. Rechtsansprüche auf Präventionsmaßnahmen in festgestellten Wolfsgebieten festschreibt. Wir sind überzeugt, dass nur eine Bestandsregulierung durch Bejagung in Verbindung mit Präventionsmaßnahmen helfen kann, die Probleme mit dem größten wilden Raubtier in unserem Land zu lösen."

 

Zum Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion geht es hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/107/1910792.pdf