Gefahrenabwehrzentrum: FDP will Trainingsmöglichkeiten für Feuerwehr erweitern

Als Ersatz für das in die Jahre gekommene Kreisfeuerwehrhaus in Siegburg plant der Rhein-Sieg-Kreis ein neues Gefahrenabwehrzentrum, das größer, moderner und für die Bedarfe der Feuerwehr vielseitiger nutzbar sein soll. In einem Antrag an den Ausschuss für Rettungswesen und Katastrophenschutz des Kreises macht die FDP-Fraktion nun konkrete Vorschläge, welche Trainingsmöglichkeiten für die Feuerwehren Berücksichtigung finden könnten.

 

„Das neue Zentrum soll ein Vorzeige-Projekt für den Feuerschutz im Rhein-Sieg-Kreis sein. Wir wollen daher schon jetzt prüfen lassen, welche Ausbildungs- und Trainingsmodule dort Platz finden könnten“, so Christian Koch, Sprecher der FDP-Fraktion für Feuerschutz. Laut dem Antrag der Freidemokraten sollte insbesondere die Ausbildung für gefährliche Einsätze unter Atemschutz ein Schwerpunkt sein. „Neben einer klassischen Übungsstrecke stellen wir uns realistischere Trainingsszenarien durch Verrauchung, Hitze und Echtbrand-Simulatoren vor. Die Zahl der schweren Brandeinsätze geht im Alltag der Feuerwehr zurück. Für ein gleichbleibend hohes Ausbildungsniveau müssen wir daher bessere Trainingsmöglichkeiten schaffen“, so Koch.

 

Auch für andere komplexe Einsatzszenarien will die FDP-Fraktion im Gefahrenabwehrzentrum Übungsmöglichkeiten schaffen. Verkehrsunfälle mit Elektro-, Gas- oder Wasserstoffautos oder der Umgang mit immer komplexeren chemischen Stoffen sollten bei der Konzeption eines solchen Zentrums Berücksichtigung finden. Koch: „Der Kreis kann den kommunalen Feuerwehren hier an zentraler Stelle ein wichtiges Angebot bereitstellen, das die 19 Feuerwehren vor Ort sehr konkret weiterhilft. Wenn darüber hinaus noch Kapazitäten frei sind, könnten diese Leistungen gegen Gebühr auch anderen Feuerwehren, beispielsweise aus Bonn oder Nachbarkreisen, angeboten werden.“