FDP unterstützt Sieg-Radbrücke in Windeck

Die FDP-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg unterstützt den Bau einer Radbrücke über die Sieg zwischen Windeck-Dreisel und Windeck-Schladern. Nach Ansicht der Freien Demokraten sollte der Rhein-Sieg-Kreis den Bau der Brücke zügig beschließen, fordert Friedrich-Wilhelm Kuhlmann, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion: "Der Weiterbau des Siegtalradwegs mit der Brücke in Windeck ist nicht nur für Freizeitradler, sondern auch für Radpendler sinnvoll. Dank der Brücke wird der Weg deutlich einfacher zu fahren und somit für Touristen und Pendler gleichermaßen interessanter. Dieses Bauprojekt wäre nicht nur touristisch, sondern auch im Sinne des Klimaschutzes ein Gewinn für die obere Sieg."

 

Auf Unverständnis stößt bei der FDP, dass der Naturschutzbeirat den Kompromiss des extra engagierten unabhängigen Moderators Thomas Neiss ablehne. Kuhlmann weiter: "Wir halten den Kompromiss mit einer Sperrung der Brücke in den Wintermonaten für ein sehr weites Entgegenkommen, das vor allem auf die Belange der Vögel Rücksicht nimmt. Der Naturschutzbeirat sollte zur Kenntnis nehmen, dass auch umweltschonender Radtourismus und Radpendler ein aktiver Beitrag zum Naturschutz sind."

 

Karl-Heinz Lamberty, Vorsitzender der Freidemokraten im Kreistag, will nun auf eine rasche Entscheidung drängen: "Die Kommunen und die Bevölkerung vor Ort sind für diese Brücke und auch im Kreistag unterstützt eine breite Mehrheit von CDU, SPD und FDP das Projekt. Selbst wenn die CDU ihren grünen Koalitionspartner nicht überzeugt bekommt, ist die Unterstützung im Kreistag sicher." Die Landesregierung solle der Bezirksregierung daher nach der Abstimmung im Kreistag die Weisung erteilen, im Sinne des Kreises zu entscheiden.

 

An die Fraktionen des Landtags und insbesondere die eigene schwarz-gelbe Koalition appelliert Lamberty, die gesetzlichen Grundlagen für Bauprojekte dieser Art zu ändern. Es dürfte nicht sein, dass die Entscheidung eines demokratisch gewählten Kreistags durch einen nicht demokratisch gewählten Beirat ausgehebelt werde: " Der Gesetzgeber in Düsseldorf muss verhindern, dass Verbände Entscheidungen blockieren, die eine parlamentarische Mehrheit treffen möchte."

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