Erfolgreicher Wahl-Sonntag für die Freien Demokraten

Der Wahl-Sonntag  in NRW hat uns alle ein Gefühl beseelt, das wir als Freie Demokraten lange Zeit nicht genießen konnten. Wir haben unsere Wahlziele erreicht, sind drittstärkste Partei und zweistellig geworden und haben der rot-grünen Regierung ein Ende bereitet. Unter der Führung unseres Landes- und Bundesvorsitzenden Christian Lindner war das auch ein Ergebnis einer professionellen Kampagne, die ohne die aufopferungsvolle Mitarbeit der vielen Mitglieder und Sympathisanten nicht hätte erfolgreich sein können. Der Kreisverband Rhein-Sieg bedankt sich bei unseren Kandidaten Dagmar Ziegner, Jennifer Kotula, Heinrich Euteneuer und Jörn Freynick. Der Dank gilt auch den Bundestagskandidaten Nicole Westig und Ralph Lorenz, die bei der Landtagswahl schon kräftig mitgemischt haben.

 

Unsere Ergebnisse in allen Wahlkreisen sind eine Bestätigung für das große Engagement aller. Besonders erwähnen möchte ich hier auch die guten Erststimmenergebnisse, die gezeigt haben, dass unsere Kandidaten sich gegenüber den Kandidaten der anderen Parteien nicht verstecken müssen.

 

Gratulieren möchte ich Jörn Freynick, der jetzt den Rhein-Sieg-Kreis im Landtag vertreten wird. Dafür wünsche ich ihm viel Erfolg und uns eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit unserem Abgeordneten. Besonderen Dank gilt ihm auch für die umsichtige Arbeit als Wahlkampfleiter bei dieser Landtagswahl in unserem Kreis.

 

Wir haben ein herausragendes Ergebnis erreicht. Damit ist aber noch lange nicht ein wirklicher Politikwechsel in NRW erreicht. Schon am Wahlabend zeigte sich die Strategie der CDU, mit der wir in Zukunft rechnen müssen. Für die CDU sind wir einfach zu groß. Acht bis neun Prozent hätten aus ihrer Sicht vollständig genügt, wenn sie dabei selbst größer geworden wäre. Die Wählerwanderungsuntersuchungen zeigen aber etwas Besonderes. Das Prinzip der kommunizierenden Röhren zwischen CDU und FDP gibt es nicht mehr. Beide Parteien sind unabhängig voneinander gewachsen und haben sich ihre Stimmen aus anderen Lagern geholt. Das bedeutet aber auch, dass die FDP nicht das Beiboot eines Großschiffes CDU ist, sondern den Auftrag hat, das durchzusetzen, was wir den Wählern versprochen haben. Einen Politikwechsel.

 

Die CDU als stärkste Partei wird jetzt zunächst Sondierungsgespräche führen. Wenn sich dabei zeigt, dass es eine realistische Grundlage für gemeinsame Politik in NRW gibt, sollten Verhandlungen geführt werden. Und am Ende wird nach Beschluss des Landesparteitages in Essen ein Mitgliederentscheid stehen, ob wir in eine Koalition eintreten oder nicht. Wichtig ist im Augenblick, dass nichts überstürzt wird und dass wir uns nicht selbst die Hürden so hoch legen oder zu viele rote Linien ziehen, dass wir am Ende handlungsunfähig sind.

 

In diesem Jahr gilt der Spruch „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ besonders. Das auch deswegen, weil alle Parteien versuchen werden, die Koalitionsbildung in Schleswig-Holstein und in NRW für ihre Positionierung zur Bundestagswahl zu nutzen. Da gilt es besonders ruhig zu bleiben und sachlich zu verhandeln. Wir haben nach der Wahl in unserem Land nicht mit Häme auf diejenigen geschaut, die die Wahl verloren haben. Und wir sollten diesen Stil beibehalten. Die Wähler werden es uns danken. Denn im September geht es nicht nur um unser Land, es geht um die ganze Republik.

 

Jürgen Peter

Kreisvorsitzender

Kommentar schreiben

Kommentare: 0