Liberale Senioren diskutieren Barrierefreiheit und Digitalisierung

Die Liberalen Senioren Rhein-Sieg diskutierten beim gestrigen Treffen im Hotel Kasserolle in Siegburg über Chancen und Risiken für die Generation Ü50. Im Mittelpunkt standen die Themen Barrierefreiheit und Digitalisierung. Der Ausbau von Barrierefreiheit sowohl im Straßenraum, wie auch in den Wohnungen sei eigentlich kein Streitthema. Dennoch würde in der Praxis bei der Stadtplanung und der Bauordnung der Umweltverträglichkeit zum Schutz von Klima, Flora und Fauna deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt als der Sozialverträglichkeit zum Schutz der Teilhabe von Menschen. Barrierefreiheit dürfe aus der Sicht der Liberalen Senioren kein Thema sein, das theoretisch akzeptiert sei, aber praktisch vernachlässigt würde.

 

Bei der schnell fortschreitenden Digitalisierung in der Gesellschaft zeige die Entwicklung zwiespältige Ergebnisse. Dazu erklärte der Landesvorsitzende der Liberalen Senioren, Peter Schröder: „Einerseits öffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten der Kommunikation und des Services für die älter werdende Generation. In der Versorgung mit Produkten, im Gesundheitswesen, in der Sicherheit und beim Service sind hier große Chancen vorhanden. Andererseits werden diejenigen – und das sind nicht nur die Älteren -,  die aus finanziellen Gründen oder aus Schwierigkeiten im Umgang mit der Technik keinen Zugang zum Internet haben, aus großen Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen.“

 

Die Liberalen Senioren, die sich für eine Gesellschaft der Chancen ohne Altersgrenzen einsetzen, wollten daher die Teilhabe dieser Menschen am gesellschaftlichen Leben sicherstellen. Dazu müsse der kostenlose Zugang zu einer größer werdenden Anzahl von Hotspots in die Planungen der Städte und Gemeinden einfließen. Dazu gehöre auch der Ausbau der schnellen Internetverbindungen in den ländlichen Regionen. Der Zugang zu Datennetzen sei heute genauso wichtig wie die Versorgung mit Energie und Wasser.

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