Land NRW versagt bei Bekämpfung der Herkulkesstaude

Das Land NRW versagt nach Ansicht der FDP-Fraktion Rhein-Sieg bei der Bekämpfung der Herkulesstaude an den Flüssen des Kreisgebiets. Klaus-Peter Smielick, umweltpolitischer Sprecher der Freidemokraten, hat im Kreis-Umweltausschuss deutliche Kritik daran geübt, dass die gefährliche Pflanze mittlerweile mit bis zu vier Meter hohen Stauden an den Ufern der Sieg wuchert. Durch Untätigkeit sorge das Land dafür, dass sich die Herkulesstaude auf landeseigenen Flächen entlang der Flüsse ungehindert vermehren könne.

 

"Die Bezirksregierung Köln kennt als zuständige Landesbehörde die gesundheitlichen Gefahren, die von dieser Pflanze ausgehen. Während viele ehrenamtliche Helfer in Windeck, Eitorf und Hennef in der Zeit von Mai bis August die Pflanzen bekämpft haben, unterbrachen die Bezirksregierung und die ihr untergeordnete Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises die seit 2009 erfolgreich begonnene Bekämpfung", kritisiert Smielick.

Vergeblich habe der zuständige Ausschuss mit seinen Beschlüssen in 2014 und 2015 an die Bezirksregierung appelliert, die Bekämpfung fortzusetzen. Die Untere Landschaftsbehörde habe zuletzt am 10. Juni 2015 die Bezirksregierung über den einstimmigen Beschluss des Kreis-Umweltausschusses informiert, erinnert Smielick: "Bis zum Tag der Umweltausschusssitzung am 25. August hat die Bezirksregierung es nicht  für nötig befunden, auf das Schreiben zu antworten. Eine erfolgreiche Bekämpfung hätte bereits in der Zeit von Mai bis Mitte August erfolgen müssen. Ein nachhaltige Bekämpfung sieht anders aus."

 

Ehrenamtliches Engagement bei der Bekämpfung der Herkulesstuade werde wieder zunichte gemacht, indem die Behörde komplett abtauche, so Smielick weiter: "Ich finde es bedauerlich, dass durch dieses Verhalten der 

Bezirksregierung die Mühen der Privatinitiativen und Vereine unterlaufen werden. Mit jeder nicht bekämpften Herkulesstaude sind in den letzten Wochen 10.000 

bis 40.000 Samen zur Aussaat gekommen. Die Verantwortung dafür liegt einzig und allein bei der Bezirksregierung. Der Kreis hat mehrfach auf Initiative der FDP vor dieser Entwicklung gewarnt. Unsere Appelle stoßen in Köln und Düsseldorf aber offenbar leider auf taube Ohren. Die Folgen müssen die ehrenamtlichen Helfer und all diejenigen tragen, die sich bei der Berührung der gefährlichen Pflanze verletzen."

Kommentar schreiben

Kommentare: 0