FDP begrüßt Entscheidung des Landrats zu den Kühn-Aufsichtsratgeldern

Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, hat entschieden, dass die vom Kreis einbehaltenen RWE-Aufsichtsratsgelder des ehemaligen Landrats Frithjof Kühn nicht an diesen ausgezahlt werden. Es handelt sich um rund 630.000 Euro, die Kühn von RWE für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat erhalten hat und die er nur unter Vorbehalt an die Kreiskasse abgeführt hatte. Das in dieser Frage eingeschaltete NRW-Innenministerium konnte sich in dieser Angelegenheit auch nach acht Monaten noch zu keiner Entscheidung durchringen. Landrat Schuster hat daher nur für den Kreis die Konsequenz gezogen und eine Entscheidung getroffen, die von der FDP-Fraktion im Kreistag begrüßt wird.

 

"Wir unterstützten die Entscheidung des Landrats zu 100 Prozent", so FDP-Fraktionschef Karl-Heinz Lamberty. Die Gelder aus dem RWE-Aufsichtsrat stünden dem Rhein-Sieg-Kreis und nicht dem ehemaligen Landrat zu, so Lamberty weiter: "Frithjof Kühn war nicht als Privatmann im Aufsichtsrat, sondern als Landrat des Rhein-Sieg-Kreises. Hätte der Kreis keine RWE-Aktien in seinem Besitz, wäre man bei RWE wohl kaum darauf gekommen, Kühn in dieses Gremium zu berufen. Frithjof Kühn sollte nun ebenfalls einen Schlussstrich ziehen und auf das Geld verzichten."

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