FDP: Zufahrt von B266 nach Niederdress offen halten

Siegburg – Die geplante Sperrung der Zufahrt von der Bundesstraße B266 nach Rheinbach-Niederdrees stößt auf Kritik bei den Liberalen. Mit einem Antrag an den Verkehrsausschuss des Kreistags will die FDP-Fraktion erreichen, dass die Kreisunfallkommission ihre Entscheidung zur Sperrung der Straße revidiert. Die Kommission beruft sich darauf, dass die Anzahl der Unfälle an der Kreuzung der Zufahrt mit der Bundestraße gestiegen sei. Die Liberalen bezweifeln, dass diese Begründung stichhaltig ist und fordern von der Verwaltung mehr Details zu den dokumentierten Vorfällen. 

 

 

"Drei Unfälle im Jahr 2013, deren Anzahl von ortskundigen Einwohnern und Lokalpolitikern bestritten wird, sollen den Ausschlag dafür geben, eine wichtige Route nach Niederdrees zu sperren. Mit dieser Maßnahme schießt der Kreis weit über das Ziel hinaus", kritisiert Jana Rentzsch, Mitglied der FDP-Kreistagsfraktion aus Rheinbach. Bevor zu so harten Mitteln gegriffen werde, müssten nach Ansicht der Liberalen erst Alternativen getestet werden: "Warnschilder, Überholverbote oder Geschwindigkeitskontrollen würden zum Beispiel die Kreuzung effektiv sichern, um auf die Sperrung der Straße verzichten zu können", so Rentzsch weiter. 

 

 

Mehr als 40% der Anwohner aus Niederdrees haben nach Informationen der FDP eine Beschwerde an Landrat und Bürgermeister unterschrieben, um gegen die Sperrung zu protestieren. "Die Menschen sind nicht nur wegen der Sperrung aufgebracht, sondern weil der Kreis als Alternativ-Route ernsthaft die Mieler Straße über Oberdrees vorschlägt. Deren Kreuzung zur Bundesstraße ist jedoch viel stärker befahren und damit nach Einschätzung der Bürger weitaus gefährlicher", erklärt Rentzsch. Eine Sperrung der Straße nach Niederdrees könne somit nur das letzte Mittel sein, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft seien.

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