FDP warnt vor Verschlechterung des Nahverkehrs in der Eifel

Siegburg – Nach Ansicht der FDP-Fraktion im Kreistag Rhein-Sieg bringt der geplante Fahrplanwechsel im Dezember eine deutliche Verschlechterung des ÖPNV in der Voreifel. Da auf der Bahnlinie RB23 andere Züge eingesetzt werden und in Impekoven und Endenich-Nord neue Haltestellen in Betrieb gegangen sind, lässt sich der bisherige Fahrplan mit einem 15-Minuten-Takt in den Stoßzeiten nicht mehr aufrecht erhalten. "Wir haben extrem kurzfristig die Mitteilung erhalten, dass die RB 23 vor allem im Berufsverkehr aus dem bisher bewährten Takt geraten wird", kritisiert Friedrich-Wilhelm Kuhlmann, Kreistagsabgeordneter aus Alfter und verkehrspolitischer Sprecher der FDP. Unmittelbare Folge aus den verschobenen Abfahrtszeiten an diversen Bahnhöfen sei, dass zahlreiche Bus-Anschlüsse nicht mehr funktionierten: "Für viele Pendler ergeben sich entweder ärgerliche Wartezeiten am Bahnsteig oder sogar ein notwendiger Umstieg auf das Auto. Der Nahverkehr in der Voreifel wird darunter deutlich leiden", so Kuhlmann weiter. 

 

 

Konkret ist laut einer Vorlage der Kreisverwaltung zu erwarten, dass Bus-Anschlüsse in Alfter und Meckenheim entfallen werden. Die Reisezeit verlängere sich, wenn bisher im Takt befindliche Busse und Bahnen nicht mehr aufeinander abgestimmt seien. "Für eine Anpassung des Bus-Fahrplans im Dezember ist es leider schon zu spät. Die Kreisverwaltung und die Verkehrsbetriebe müssen nun aber mit Hochdruck daran arbeiten, dass Busse und Bahnen wieder aufeinander abgestimmt unterwegs sind. Sowohl der Fahrplan der RB23 als auch das gesamte Busnetz in der Voreifel müssen daher auf den Prüfstand. Was nützt uns die beste Bahnverbindung, wenn die Züge für Pendler schlechter zu erreichen sind als vorher. Die Überarbeitung muss höchste Priorität haben", fordert Kuhlmann.

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